Dynamisches vs. statisches Layout

Wenn man das Layout für eine Website entwirft, dann stellt sich die Frage, ob man es dynamisch auslegt, so dass es sich z.B. in der Breite an die Gegebenheiten anpasst, oder ob man fixe Werte vorschreibt. Schon beim Erstellen der Grafiken ist es wichtig, diese Entscheidung getroffen zu haben, denn bei fixen Vorgaben kann man hie und da mehr Feinheiten und Details einarbeiten, während man bei der flexiblen Variante darauf achten muss, dass es immer passend aussieht und so in bestimmten Bereichen wenig bis keine Struktur vorkommen darf.

Doch welche Art des Layouts sollte man bevorzugen? Noch vor einigen Jahren wäre ich klar für die variable Breite gewesen, denn so wird das Browserfenster immer optimal ausgefüllt, sei es bei einer Auflösung von 800×600 oder 1280×1024. Es entstehen keine leeren Flächen und die Seite ist immer komplett lesbar, ohne dass horizontal gescrollt werden müsste.

Inzwischen sehe ich das aber anders. Breitbildmonitore mit Auflösungen mit 1680 oder 1920 Pixeln in der Breite sind heute keine Seltenheit mehr und bei einer variabel ausgelegten Seite gibt es dann Probleme: Die Textzeilen werden sehr lang, das Lesen wird erschwert. Außerdem wirkt auch das Layout auf stark unterschiedlichen Auflösungen ganz anders, wodurch weniger Planung beim Schreiben von Artikeln und Einträgen möglich ist, weil ein vom Text umflossenes Bild mal halb so breit wie der Artikel ist und so evtl. ein optimales Ergebnis abgibt, mal aber im Gegensatz zum Rest recht klein und unpassend wirkt.

Beide Varianten haben bei besonders großen Auflösungen Probleme, denn entweder sind die Textzeilen zu lang oder es gibt sehr viel Freifläche neben der Seite, allerdings halte ich die letztgenannte Variante für angenehmer, weshalb ich sie im Zweifel vorziehen würde. Aber das ist nicht mein letztes Wort, denn dank der CSS-Angaben für minimale und maximale Breite kann man die Vorteile beider Möglichkeiten vereinen, was man auch beispielhaft am aktuellen Layout dieser Seite sehen kann.

Dabei wird die Website grundsätzlich erstmal als dynamisch geplant, also der Inhaltsbereich oder die gesamte Website passt sich an die Breite des Browserfensters an. Außerdem schaut man sich an, wann die Seite definitiv nicht schmaler und breiter werden sollte und gibt diese Werte als Maximum und Minimum an. Dabei spielt die Länge der Zeilen auf jeden Fall eine Rolle, aber je nach Seite kann es auch andere Kriterien geben.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Seite sieht nie wirklich schlecht aus, die Texte lassen sich immer recht gut lesen und innerhalb eines bestimmten Rahmens passt sich die Seite an, falls man z.B. den Browser nicht maximiert hat oder man aus bestimmten Gründen mal eine niedrige Auflösung nutzen muss. So gesehen geht es vorwiegend darum, kleinere Auflösungen durch die Dynamik zu unterstützen, während bei größeren eine optimale Zeilenlänge gegeben sein sollte.

Doch so schön das auch klingen mag, nicht in jeder Situation ist diese Variante möglich. Vielleicht will man absolute Kontrolle über das Aussehen seiner Seite haben und das Verhältnis zwischen Text und Bildern soll immer gleich sein oder aber man schränkt sich durch ein bestimmtes Design stark ein, so dass man um ein feststehendes Layout nicht drumrum kommt. So oder so ist die Entscheidung für eine Variante also letztendlich immer situationsbedingt zu treffen.

1 Pingback

  1. Ein flexibles, SEO-gerechtes Layout - RattLab 07. August 2008 um 16:50

Keine Antworten

Die Kommentfunktion ist nicht aktiviert.